Arbeitsproben 


25. ADAC HEIDELBERG HISTORIC

Technik Museum Sinsheim


ADAC Youngtimer Tour 2019

Karlsruhe

Fahrspaß mit den Klassikern der Zukunft: Die ADAC Youngtimer Tour Nordbaden 2019 war ein voller Erfolg. Mitte Juni fand auf dem Gelände des ADAC Nordbaden in Karlsruhe das neue Rallye-Konzept statt, Moderator Joshua Hildebrand führte unterhaltsam durch das Programm. In Zukunft möchte der ADAC die Youngtimer Tour ausbauen und für Fans der mindestens 20 Jahre alten Automobile im gesamten Bundesgebiet veranstalten.

 

www.motorsport-nordbaden.de


Brazzeltag 2019

Technik Museum Speyer

Brennende Reifen, heulende Motoren, knatternde Oldtimer und das dröhnende Signalhorn eines Seenotrettungskreuzers. Dies und noch viel mehr gab es beim diesjährigen Brazzeltag im Technik Museum Speyer zu sehen …

 

An zwei Tagen verwandelte sich das Museum Mitte Mai in einen regelrechten Spielplatz für Technikfans. Vom kleinen motorisierten Dreirad bis hin zur Jet-Dragster-Show – dem Brazzeltag waren wieder einmal keine Grenzen gesetzt.

 

Auf dem Programm standen unter anderem Vorführungen und "Würstle grillen" mit dem 46-Liter-Flugzeugmotor des Experimentalfahrzeugs "Brutus", Rundfahrten historischer LANZ-Bulldogs, "brazzeln" der PS-Giganten, motorisierte und vor allem überaus seltene Kuriositäten, Harley-Davidson-Probefahrten, Vorführungen eines Jet-Dragsters sowie mechanische Musik von verschiedenen Orgeln und viele vieles mehr …

 

Am 9. und 10. Mai 2020 geht der Brazzeltag des Technik Museum Speyer in die neunte Runde.

 

www.brazzeltag.de


Weißer Riese

Volkswagen Touareg im Test

Text: Joshua Hildebrand | Bilder: MAV Verlagsgesellschaft mbH / Jan Bürgermeister

 

Wir stürzen uns mal wieder ins Abenteuer! Dieses Mal mit einem neuen Touareg V6 TDI, dem aktuell stärksten VW-SUV. Wir fragen uns: Hat er das Potenzial zum Riesenfreund? Dreckig wird’s auf jeden Fall!

 

Genau zwei Wochen gingen wir durch dick und dünn. Fuhren wir nach Österreich. Fuhren wir in die Berge. Über Stock und Stein. Doch leider kam irgendwann die Zeit der Trennung. Und zum Schluss standen wir wieder ganz alleine auf dem Verlagsparkplatz – das tragische Ende einer großen Freundschaft? Nein! Alltag eines Autojournalisten – geprägt von automobilen Freundschaften auf Zeit, könnte man sagen. Mal währt eine kürzer, mal länger. Wäre es nach 14-tägiger Testzeit ernst geworden mit dem Touareg und mir, wäre es vermutlich richtig teuer geworden. Genauer gesagt knappe 108.000 Euro … Dafür muss ein „alter“ Redakteur viele, viele Texte schreiben. Ihr versteht, was ich meine?

 

Innovation trifft Baukasten

 

Es ist erstaunlich, wie schnell man doch eine Bindung aufbauen kann. Auch zu einem Auto! Dass es geht, belegen Hirnforscher. Und unsere Erfahrung. Denn kaum stand dieser Touareg bei uns auf dem Hof, waren wir ein Team, bestehend aus Mensch und Maschine. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal im Vorfeld eines Tests sagen werde. Aber: Der Touareg ist wirklich klasse. Sicherlich stimmt nicht alles an ihm, aber das macht ihn irgendwie auch so interessant. Und das sage ich, obwohl ich ein bekennender Sportwagenfan mit Benzin im Blut bin. Eben: nicht mit Diesel! Jetzt muss man fairerweise sagen, dass unser „Freund auf Zeit“ das Stärkste war, was wir kriegen konnten: 286 PS auf ziemlich genau 2.070 Kilogramm – ein ähnliches Leistungsgewicht wie beim Golf 1 GTI. Klingt komisch? Ist aber so. Mit aller Skepsis, die mich vor diesem Test geplagt hat, kann ich sagen: „Gar nicht so schlecht, wie dieser Klotz durch die Weltgeschichte marschiert!“ In rund 6,5 Sekunden waren wir stets auf 100 km/h, wenn auch die Werksangabe von 6,1 Sekunden etwas illusorisch erscheint. Das Bemerkenswerte: Dank des mit 5.900 Euro aufpreispflichtigen adaptiven Luftfahrwerks mit Wankstabilisierung und Allradlenkung durchfuhren wir jede noch so enge Kurve in den österreichischen Bergen jedenfalls nicht so, als hätten wir über zwei Tonnen Gewicht mit dabei gehabt. Aber mal ehrlich: Der Käufer-Klientel eines solchen Autos ist es doch relativ schnuppe, wie schwer das SUV letztlich ist und vermutlich auch, was unterm Strich beim Fahrzeugpreis herauskommt. Der Reiz eines Statussymbols liegt ja gerade darin, dass ihn sich richtig pompös nicht jeder leisten kann. Aber mal ehrlich: über 100.000 Euro für einen VW? Das ist schon richtig heftig! Dieser „Wucher“, könnte man schon fast sagen, resultiert vor allem aus der ellenlangen Liste der Sonderausstattungen. Nur mal eine kleine Auswahl: das Lederpaket „Savona“ für 5.000 Steine, das mit 3.300 Euro zubuchbare R-Line-Paket oder das sogenannte Innovision Cockpit für nur 3.500 Euro. Inno… was? Ja, zum ersten Mal in einem Volkswagen befindet sich das digitale Kombiinstrument, das sogenannte Digital Cockpit, zusammen mit dem Bildschirm des Infotainmentsystems hinter einer gebogenen Glasscheibe. Das zusammen ergibt eben das hochpreisige „Innovision Cockpit“. Und jetzt aufgepasst: In diesem voll ausgestatteten Testwagen stecken Sonderausstattungen im Wert von über 47.000 Euro! Heftig, oder? Und bei Geld hört die Freundschaft bekanntlich ja auf. Dabei hätten wir dann doch gerne mal gewusst, warum der Übergang vom Entertainment-Display zum digitalen Cockpit mit einem einfachen „Schlitz“ so lieblos gestaltet wurde? Noch dazu: Warum gibt es für so ein Premiummodell kein neues Lenkraddesign? Gefühlt fahren alle Modelle der Volkswagen-Palette mit ein und demselben herum. Egal, ob der Wagen 10.000 oder 100.000 Euro gekostet hat. Hier hätte man es mal anders machen können …

 

Ja, optisch ist er der Schönste 

 

Um aber noch etwas mehr subjektive Würze in diesen Bericht zu bringen, erlauben wir uns jetzt einfach mal ein Statement: Der neue Touareg ist das schönste deutsche SUV! Der Audi Q7 ist zu glatt, der Porsche Cayenne ist zu teuer und der BMW X5 ist zu klobig. Und das obwohl VW, Audi, Porsche, Bentley und sogar Lamborghini mit ihren SUV-Modellen dieselbe Plattform namens „MLB Evo“ nutzen. Unterm Blechkleid sind alle gleich, in ihrem Wesen und in ihrem Auftritt aber doch ganz anders. Designchef Klaus Bischoff hat mit dem neuen Touareg für unseren Geschmack genau den Spagat zwischen sportlich, luxuriös und bieder getroffen – das gefällt! Große Luxus-SUV sind die Statussymbole unserer Zeit – für die Designer ist es eine Spielwiese: je fetter der Kühlergrill und je auffälliger das Markenemblem, desto besser. Der Touareg spielt in genau dieser Liga mit, überfordert unser Auge bei Betrachtung der Frontpartie aber fast schon mit zu viel Chrom und Bling-Bling-Gehabe. Das könnte für den ein oder anderen schon ein wenig „too much“ sein … Egal. Von der Kommandozentrale aus sieht man’s ja nicht, und das erhabene Gefühl, das sich beim Platznehmen sofort breitmacht, lässt alles Schlechte dieser Welt vergessen. Es ist eben so, als würde man nach Hause kommen. Trotz vieler neuer Ansätze ist man mit der Bedienung des Flaggschiffs sofort vertraut. Alles hört zwar jetzt ein bisschen mehr auf die Bedienung per Fingertipp, und die Größe des multimedialen Cockpits erreicht schier Kinoformat. Dennoch bleibt es in Summe ein VW. Und damit für unseren Geschmack leider auch bei ein bisschen zu viel Hartplastik. 

 

Weiße Weste mit Flecken 

 

Nach dem Wegfall des Phaeton aus dem europäischen Verkaufsprogramm soll die nunmehr dritte Generation des Touareg die Funktion des Topmodells bei VW übernehmen. Seinen Premiumanspruch betonen die Wolfsburger beispielsweise mit der verbauten Technik und den Motoren. Der V6 TDI reicht für Reisende und Abenteuerlustige wie uns völlig aus und steht mit voller Blüte im Saft seiner 600 Newtonmeter. Das Aggregat kommt selbst im Anhängerbetrieb am Berg gut mit Lasten um die 2,5 Tonnen zurecht – das ist keine große Überraschung. Überraschend jedoch ist für uns die sagenhaft schlecht applizierte 8-Stufen-Wandlerautomatik, die selbst im „S“-Modus ruckelt und für jeden Gangwechsel eine halbe Ewigkeit braucht. Vielleicht sollte hier mal BMW nachhelfen. Darüber hinaus war der Testverbrauch von knapp zehn Litern Diesel (ohne Vollbeladung und ohne Anhänger) doch etwas zu hoch. Leistung hin oder her, ein niedrigerer Verbrauch wäre wünschenswert. Immerhin ist der Turbodiesel dank SCR-Kat und Euro-6d-TEMP-Generation weitgehend sauber. City-Fahrverbote? Sind in diesem Fall kein Thema … Hoffen wir !

 

Mama hat immer gesagt: „Am Anfang sind sie alle toll.“ Und irgendwie ist mir ihr Spruch beim Verfassen dieser Zeilen wieder eingefallen. Denn der Touareg ist auch ein kleiner Blender … Erst spielt er dich mit seinen Reizen aus, wickelt dich dann mit seinem charmanten Interieur ein, und zum Schluss ärgerst du dich bei genauerem Hinsehen über viele kleine Macken. Und viele kleine Macken können in Summe auch richtig nerven! Ja, so ist das. Wir haben uns zwar in den Touareg verknallt, ein Bund fürs Leben ist daraus allerdings nicht geworden. Die Beziehung zum neuen V6-Touareg war für uns tatsächlich eine Freundschaft auf Probe. Oder ein befristetes Verhältnis. Denn für das, was er darstellt, ist er einfach zu teuer. Zweifelsohne ist er kein schlechtes Auto. Sogar ein wirklich gutes. Aber richtig entscheiden können wir uns erst, wenn wir auch den V8 mit 421 PS gefahren sind … 


ADAC Sportfahrerehrung 2019

Sutensee-Blankenloch

Fotos: Clemens Beha / ADAC Nordbande e.V. 

Leistungsstarke Motorsportler und Nachwuchstalente des ADAC Nordbaden e.V. werden traditionell zu Jahresbeginn für ihre sportlichen Erfolge im Vorjahr geehrt. Sportleiter Jürgen Fabry überreichte auf der Sportfahrerehrung des ADAC Nordbaden am Sonntag, 20. Januar, in der Festhalle Stutensee-Blankenloch in Anwesenheit der neuen Oberbürgermeisterin Petra Becker 112 Pokale und 22 Medaillen an die erfolgreichen Sportfahrer und sah darin einen eindrucksvollen Beleg für Vielfalt und Lebendigkeit des Motorsports in Nordbaden. Joshua Hildebrand führte unterhaltsam durch die Verleihung. 

Mehr Information zur aktuellen Sportfahrerehrung des ADAC finden Sie HIER.


ALCAR-Pressekonferenz

Essen Motor Show

Moderation der ALCAR-Pressekonferenz auf der Essen Motor Show 2018.

 

Der Felgenhersteller ALCAR ist Marktführer auf dem europäischen Nachrüstmarkt für Pkw-Räder und vereint die bekannten Marken AEZ, DOTZ sowie Dezent unter einem Dach. Vorgestellt wurden drei Weltpremieren: das neue DOTZ-Projektfahrzeug DD2.JZ sowie die brandneuen Felgen DOTZ Misano und AEZ Panama.


Heidelberg Historic 2018

Technik Museum Sinsheim / Marktplatz Weinheim



Brazzeltag 2018

Moderation mit Lina van de Mars


Schall und Rauch

Fahrbericht für Printmedien


Text: Joshua Hildebrand | Bilder: MAV Verlagsgesellschaft mbH / Jan Bürgermeister 

 

Mehr Wettkampf! Plus 19 PS, geschmiedete 20-Zöller, neu abgestimmtes Fahrwerk und modifizierte Sperre ändern einiges am BMW M4 Competition. Was genau, zeigen wir hier. Spritztour. 

 

Es soll ja Leute geben, die mit den Münchnern nichts am Hut haben. „Hässliches Interieur“ oder „altbackenes Design“ hört man in Verbindung mit BMW des Öfteren mal. Okay, freie Meinungsäußerung für jeden! Deshalb lassen wir diesen Punkt mal unkommentiert. In Sachen Fahrspaß aber sind wir weit weniger tolerant. Wir finden: Wer vor allem sportlich unterwegs sein will, kommt an BMW so gut wie nicht vorbei. Schon gar nicht am heckgetriebenen BMW M4 samt Competition-Paket für zusätzliche 7.300 Euro, mit welchem er sogar fahrdynamisch einem wesentlich stärkeren Mercedes-AMG C63S Coupé das Fürchten lehrt. Ohnehin verkörpert kein Modell die Tugenden der Marke so sehr wie die 3er und 4er. Und dann wird die Freude am Fahren mit dem Zusatz „M“ in die Höhe getrieben, nochmals gesteigert mit dem limitierten CS und letztlich mit dem M4 GTS gekrönt. Und genau zwischen CS und GTS siedelt sich der M4 Competition an – für 85.890 Euro handgerührt, für 3.900 Euro mehr auch als Automatik mit M‑Doppelkupplungsgetriebe „Drivelogic“ erhältlich. Insgesamt ein stolzer Preis, aber der Gegenwert stimmt …

 

 

Signifikante Leistungssteigerung 

 

Den M4 haben wir übrigens auf einer abgesperrten Straße ans Limit gebracht. Eigentlich aber wäre der eher etwas für die Rennstrecken … Driving Center Baden, Bilster Berg oder so etwas in die Richtung. Das hätte schon was gehabt. Hätte, hätte … Ja, ja. Auf die Schnelle haben wir leider keinen Platz mehr bekommen. Denn eigentlich hatte BMW ein anderes Fahrzeug für uns eingeplant und uns dann recht kurzfristig diese nicht wirklich schlechtere Alternative auf den Hof gestellt. Der neuen Situation angepasst, müssen wir zugeben: Normale Straßen sind viel zu banal für solch einen Hochleistungsathleten. Das liegt nicht nur an seiner dynamischen Statur und der extrem ausgewogenen Balance zwischen Antriebseinheit und Handling-Vermögen, die einfach immer wieder reihenweise Glückshormone ausschütten lässt. Es liegt auch an der Leistungsspritze auf 450 PS, also 19-Zusatz-PS, die rein elektronisch generiert werden. Das klingt im ersten Moment nach dem sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein. Aber im Falle des M4 ändert es vor allem leistungscharakteristisch einiges. Das lässt vermuten, dass nicht nur am Schräubchen für eine höhere Leistung gedreht wurde, sondern auch an Parametern und Kennlinien wie zum Beispiel der Gasannahme. Denn hat man das gewisse Gefühl im Hintern und ausreichend Benzin im Blut, bemerkt man die Änderungen im Vergleich zu einem Standard-M4 sofort. Bei Volkswagen hätten sie vermutlich ein ganz eigenes Modell daraus gestrickt, bei BMW ist das „neue Fahrerlebnis“ einfach eine Sonderausstattung – lustig. Im Drehzahlkeller unter 2.500 U/Min. geht der Reihensechser zwar ordentlich zu Werke, wirkt aber nicht ganz so agil wie das Serienpendant, womit wir eigentlich schon beim einzig negativen Punkt wären. Spätestens ab 3.000 Umdrehungen scheinen die beiden Turbolader Herr ihrer Sinne zu sein und pushen umso vehementer mit Maximal-Drehmoment von 550 Newtonmetern, auch wenn BMW diesen Break-Even-Point bereits mit 2.350 Umdrehungen angibt. Sei es drum, wir verlassen uns auf die Sportanzeigen des grandiosen Infotainment-Systems. Und was unten heraus zwar gefühlt verhaltener wirkt als beim normalen M4, ist oben heraus dafür umso überzeugender. Das ganze Leistungsgefüge präsentiert sich drehzahlfreudiger, und selbst jenseits der fünf- oder sechstausend Touren hört er noch nicht auf, uns mit Vortrieb zu verwöhnen – schön gleichmäßig und bis zu 7.600 Umdrehungen. Das erinnert schon fast ein bisschen an die alten E46-Saugeraggregate. Cool! So lässt es sich auch erklären, dass der Competition der Basis im Spurt auf 100 km/h fast keine Zeit abnimmt, auf Tempo 200 aber schon fast eine halbe Sekunde vorausfährt. 

 

 

Noch präziseres Handling 

 

Klar muss man eine gewisse Vorliebe für gepflegtes Übersteuern haben. Denn der M4, egal, in welcher Fassung, wackelt nun mal gern mit der Hüfte. Er ist total agil und vereint Sportwagentugenden mit klassischer Coupé-Form. Dazu hatten wir bisher noch kaum einen anderen Wagen unter den Fittichen, der sich präziser quer um die Ecken zirkeln lässt als der BMW M4 oder sein Limousinen-Bruder M3 (Test: TUNING 1/2017). Diese Eigenschaft wird sogar dank des neu abgestimmten Adaptivfahrwerks und des aktiven M-Differenzials noch greifbarer, noch leichter zu dosieren. Kurzum: Der Competition legt an Präzision nochmals eine Schippe drauf. Das ist so spaßig, dass wir uns wirklich daran gewöhnen könnten … und eine Reifen-Flatrate bräuchten. Hmm … Geschäftsidee? Dazu muss man aber auch sagen, dass die Lenkung einen großen Teil zum subjektiven und objektiven Empfinden beiträgt. Denn neben dem normalen Fahrerlebnisschalter der konventionellen BMW-Familie hat auch dieser Vierer wieder die Einstellerweiterungen für Gasannahme, Lenkung und Fahrwerk erhalten. Alle drei Modi lassen sich in drei Stufen so verändern, dass das Fahrverhalten tatsächlich den Vorlieben des Fahrers entspricht. Top sind zum Beispiel die drei einstellbaren Härtegrade des Sportlenkrads. Mit entsprechenden Einstellungen ließe sich der M4 Competition also auch recht gemütlich bewegen – ohne Krawall und so. Trotzdem ändert das nichts daran, dass es sich hierbei um ein Sportcoupé erster Güteklasse handelt und auch im Alltag eher ein straffes Vergnügen ist. Da tun auch die formschön geschmiedeten 20-Zöller samt Niederquerschnittreifen und die M-Carbon-Keramik-Bremse keinen Abbruch. Letztere ist vor allem Highend-Produkt, welches mit seinen goldfarbenen Bremssätteln nicht nur hochwertig aussieht, sondern auch top Verzögerungswerte ohne Fading liefert. Das hat allerdings auch seinen Preis: zusätzliche 7.300 Euro. Wer eher seltener Rennstreckeneinsätze plant, der wird aber auch mit der serienmäßigen Stahl-Compound-Bremse, erkennbar an den blauen Sätteln, zufrieden sein. 

 

 

Mehr Sein als Schein

 

Auf den ersten Blick fällt das Competition-Paket nicht groß ins Auge und beschränkt sich viel lieber auf technische Aspekte – und das ist auch gut so. Im Fokus der BMW-Ingenieure stand sowieso schon immer die Freude am Fahren, und verglichen mit Audi, gibt es auch weniger Hightech-Firlefanz in Form von dynamischen Blinkern zum Beispiel. Eben nicht so überkandidelt. Heißt jetzt aber nicht, dass die Münchner nicht auf der Höhe der Zeit sind – sie verpacken es vielleicht nur etwas dezenter oder spartanischer. So wirken die Sportsitze mit „Durchbruch“ in der Rückenlehne nicht ganz so modern wie bei der Konkurrenz und stellen zumindest optisch eher einen Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Langstreckentauglichkeit dar. Trotzdem empfinden wir die Sitzergonomie als gelungen, denn im Vergleich zur Basis-Bestuhlung sitzt man nun tiefer und schmiegt sich straffer ins Cockpit. Und außen? Wer glaubt, dass das Carbon-Dach optional erhältlich ist, der irrt. Denn es ist bei jedem M4 serienmäßig –Halleluja! Erkennbar wird der Competition durch die schwarz glänzenden Details wie die markentypischen Nieren (in der „BMW Individual Hochglanz Shadow Line mit erweiterten Umfängen“ enthalten) oder das schwarze M4-Emblem auf der Heckklappe. Und nicht zu vergessen, natürlich auch an der Competition-Sportabgasanlage mit den vier Endrohrblenden in Schwarz-Chrom. Dahinter steckt allerdings nicht nur ein Optik-Feature, denn der Sportauspuff schenkt dem Drei-Liter-Motor ein bisschen mehr Klangfarbe und Charakter. Die Stimme des M4 Competition ist jetzt etwas voluminöser sowie rauchiger geworden und hat mit der teilweise blechernen Sinfonie der Basis nichts mehr gemein. Und trotzdem: Auch wenn sich der Reihen-Sechszylinder so sahnig anhört, wird ein BMW-Fahrer vermutlich immer damit konfrontiert werden, dass ein Mercedes-AMG oder Audi RS gefühlt lauter und klanggewaltiger zu Werke gehen. Aber völlig „wurscht“. Kein anderes Auto in dieser Klasse (und zu diesem Preis) bietet ein vergleichbares Fahrgefühl, eine derartige Heckagilität und reißt dich insgesamt so mit. Wer diesen Heißsporn zähmen kann, der wird pures Sportfahrerglück erfahren. 

 

 

„Das Competition-Paket ist jeden Cent wert!“ – 5 von 5 Sternen

 

Der M4 Competition ist ein Sportcoupé, wie es im Bilderbuche steht. Der bärenstarke Motor gepaart mit der feinfühligen Antriebseinheit fordert den Fahrer zwar, belohnt aber mit perfekt austarierter Agilität und Präzision. Dabei lässt sich der Grenzbereich kinderleicht anpeilen und Slides nun noch feiner ziehen, ohne negativ überrascht zu werden. So und nicht anders muss sich genau ein solches Auto fahren. Jackpot: 5 Sterne! 

 


Zwischen den Welten

Fahrbericht und Vergleichstest

 

Beide habe denselben Ursprung, sind in ihrem Wesen aber grundverschieden – der BMW M240i und der AC Schnitzer ACL2S. Showdown der Kontroverse.

 


Text: Joshua Hildebrand | Bilder: MAV Verlagsgesellschaft mbH / Jan Bürgermeister


Hier prallen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite der fast schon wohlerzogene Lausbub mit sportlicher Raffinesse, verbildlicht als BMW M240i. Auf der anderen Seite der extrovertierte Krawallbruder mit Hang zum Übertreiben in Form des streng limitierten AC Schnitzer ACL2S, der ja wiederum auf dem Baby-M aufbaut. In ihren Grundfesten also ein und derselbe Schlag, aber mit völlig anderem Anspruch. Während der Nachfolger des M235i mit unter anderem geänderter Luftführung, zwei Mittelschaldämpfer und anderer Motorengeneration mit nicht zu verachtenden 340 PS und 500 Nm an den Start rollt, hat die Erziehungsmaßnahme des Aachener Tuners den Reihen-Sechszylinder mit Twin-Scroll-Turbolader dank Softwareoptimierung auf 400 PS und 600 Nm gedrillt. Damit ist er sogar leistungsfähiger als ein Basis-M2, er präsentiert sich eigenständig und ist dank des 30-jährigen Bestehens der Aachener Individualisierungsschmiede auf eben diese Zahl limitiert und damit extrem selten.

 

Gute Basis

 

Anders als die „echten“ Erzeugnisse der M GmbH präsentiert sich das Performance Modell der 2er-Reihe ziemlich dezent. Keine ausladenden Kotflügel, keine M-Insignie im Kühlergrill, moderate Verspoilerung vorn und hinten. Kenner, aber eben nur diese, erfassen den starken 2er im Rückspiegel anhand der silbernen Querstreben in der Frontschürze und den silbergrauen Außenspiegeln. Hinten thronen eine kleine, in Wagenfarbe lackierte Spoilerlippe auf dem Kofferraumdeckel und die Doppelrohr-Abgasanlage in der grau unterlegten Heckschürze. Immerhin lassen dezente Tuning-Maßnahmen wie der M-Performance-Heckspoiler aus Vollcarbon, die schwarz glänzende Niere oder die schwarz glänzenden OZ-Leggera-Felgen in 19 Zoll unser Privatfahrzeug etwas sportlicher auftreten. Der Motor ist erstklassige Ingenieurskunst aus Bayern, dreht sahnig und agiert ausgesprochen geschmeidig. Dank dem mit zwei Abgaskanälen angetriebenen Twin-Scroll-Turbolader stehen dem druckbeatmeten Reihensechser die 500 Nm Maximal-Drehmoment bereits bei 1.520 U/Min an und lassen erst über viereinhalb nach. Dieses Erlebnis kostet bei BMW ab 49.100 Euro für die heckgetriebene Version – Allrad kostet 2.000 Euro extra. 

 

Der Peis ist heiß


Der ACL2S xDrive schießt sich mit einem Startpreis von 87.000 Euro in ganz andere Sphären. Der Paketpreis des homologierten Basisumbaus beläuft sich auf knapp 36.000 Euro – ohne die Zusatzoptionen (noch mal 22.767 Euro), die unser „One of Thirty“ verbaut hatte. 100 Riesen zu knacken erweist sich also als kein Kunststück – das ist heftig! Dafür sorgt das Aerodynamikpaket samt zehnteiligem Breitbaukit für einen völlig kontrastierenden Auftritt. Das liegt zum einen an der matten, militärgrünen Lackierung (ja, keine Folie!), zum anderen an der 80 Millimeter breiteren Karosserie. Dazu kommen Anbauteile en masse wie etwa Carbon-Frontspoilerelemente und Frontsplitter, Seitenschweller sowie dem unverkennbarem Carbon-Heckspoiler mit sogennanter Gurney Flap. Auf den ersten Blick ein richtig böser Junge. Fast schon schüchtern wirkt der M240i daneben.
Noch schnell ein Käffchen trinken, um Herr aller Sinne zu sein. Dann nehmen wir Platz in den farblich angepassten Recaro Sportster CS des Schnitzers. Der Seitenhalt ist perfekt, auf Sitzheizung und Airbags muss ebenfalls nicht verzichtet werden. Dagegen bieten die Seriensitze weitaus weniger Führungskräfte, fühlen sich im Vergleich fast an wie ein straff gepolstertes Sofa. Die Sitze passen zum M240i, schaffen den Spagat zwischen Sportlichkeit und Langstreckentauglichkeit, wohingegen die Recaros ein bisschen mehr Sitzfleisch voraussetzen. Mit Blick auf das Kombiinstrument bis 300 km/h, welches 1.300 Euro extra kostet, sind wir über die Wahl der Schalensitze aber ausgesprochen froh. Schnitzer hat in Sachen Interieur ganze Arbeit geleistet: lackierte Interieurleisten, Edelstahlplakette auf dem Mitteltunnel, Aluminiumaccessoires wie der Handbremsgriff samt Schnitzer-Logo oder das neu belederte M-Lenkrad mit farbigen Nähten und 12-Uhr-Markierung. Viel mehr geht nicht – das gefällt.

 

Herbstmüdigkeit? Kein Problem.


Wir drücken den Startknopf und erwecken den Reihensechser zum Leben. Die Klappen sind geöffnet und erzeugen einen Donnerhall, der einen fast eine Lobeshymne singen lassen könnte. Im Vergleich zum M240i, der wesentlich leiser daherkommt, resultiert das bebende Orchester aus einem Edelstahl-Schalldämpfer-System mit Abgasklappe, Verbindungs- und Soundrohr. Das neue Viadukt endet dann sichtbar mit der Auspuffblende „Sport“, in Duplex-Anordnung. Wobei wir bei genauerer Betrachtung schon fast böse werden könnten. Zwei der vier Endrohrblenden sind nämlich Attrappen und von hinten mit einer Kappe verschlossen. Was das soll? Fraglich. Man kann nur hoffen, dass es keiner der Kumpels bemerkt – sonst gibt’s ätzendes Gelächter. Es geht ab auf die Landstraße. Natürlich, denn hier sind wir fast eins mit der Natur. Zumindest farblich. Mit der gesteigerten Leistung hat die identische Wandlerautomatik des M240i keinerlei Probleme. Der Gangwechsel erfolgt rasant, das Schaltruckeln im Sportmodus ist programmierte Sache – sowohl im Serienpendant als auch im Tuning-Objekt. Grenzwertig, aber geil: Bei Schaltvorgängen unter Volllast knallt’s, als wäre ein handfestes Gewitter im Anmarsch. Der M240i gibt sich ziviler, klingt aber dank seiner sechs „Töpfe“ auch im Normal-Set-up niemals lächerlich. Wir mögen beide Sounds, welche zum Auftritt jedes einzelnen. Die 60 Mehr-PS und 100 zusätzlichen Newtonmeter Drehmoment des Jubiläumsmodells hört man nicht nur, sondern spürt man auch deutlich. Gemessen haben wir 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das sind 0,3 Sekunden weniger als die Serie mit 4,6. Zudem ist beim Schnitzer erst bei 280 km/h Topspeed Schluss, die Serie darf lediglich 250 km/h Spitze laufen. Nicht vergessen darf man aber, dass der ACL2S mit dem Allradantrieb xDrive unterwegs war, während „HD-JJ-1313“ mit reinem Heckantrieb um die Kuren zirkelt – grundsätzlich eine Glaubensfrage. Der Schnitzer macht auf jeden Fall keinen Hehl daraus, dass er schneller, sportlicher und härter ist. Zusammengefasst: einfach kompromissloser. Denn auch in Sachen Fahrwerk gibt es einen erheblichen Unterschied. So hat unser Serienmodell das Adaptivfahrwerk samt 25-Millimeter-Tieferlegungsfedern von ST suspensions verbaut. Das lässt ihn satter auf der Gasse liegen, ein Mü straffer federn, während die Adaptivfähigkeiten erhalten bleiben. Im AC Schnitzer arbeitet hingegen das sogenannte RS-Gewindefahrwerk, welches stufenlos höhenverstellbar und auch in Zug- und Druckstufe verändert werden kann. Das Abrollen in Kombination mit den hauseigenen 19-Zoll-Leichtbau-Schmiedefelgen vom Typ „VIII“ war spürbar holpriger, Spurrillen nahmen wir verstärkt wahr. Jedoch war das Federn nie zu hart, subjektiv betrachtet, bekamen wir das Gefühl über mehr Direktheit und Kontakt zur Fahrbahn. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h lag der Wagen wie das sprichwörtliche Brett. Der erneute Umstieg auf den Serienwagen hatte schon fast etwas von Erholung.

 

Mängel am Testwagen

 

Wir könnten ewig vor uns hin säuseln. Alles wäre so schön. Und wir wären total beruhigt über das Ergebnis. Ende! Oh nein. Noch nicht. Denn eines müssen wir doch noch loswerden: die Qualität des Schnitzer ließ angesichts des hohen Preises ein bisschen zu wünschen übrig und erstaunte uns mit diversen Mängeln. So fiel uns zum Beispiel beim Fotoshooting das Schnitzer-Emblem des Lenkrads entgegen. Es war nur über das bereits vorhandene M-Symbol geklebt worden. Am schockierendsten war jedoch die Tatsache, dass uns eine Endrohrblende auf der Autobahn fast um die Ohren geflogen wäre, wenn wir das nicht frühzeitig bei einem Tankstopp bemerkt hätten. Schlicht und ergreifend waren die zwei Schweißpunkte gebrochen. Sicherheitsschraube? Fehlanzeige. Auf Rückfragen entschuldigte sich Rainer Vogel, Geschäftsführer von AC Schnitzer, persönlich bei uns und versprach, der Sache auf den Grund zu gehen. Blenden wir diesen Fakt mal aus und reduzieren beide Fahrzeuge auf das Wesentliche, so lässt sich sagen: Der M240i ist der Gemütlichere von beiden, sofern man das bei 340 PS sagen kann. Auf der Rennstrecke wäre er nicht zu Hause, sondern eher Gast. Zu komfortabel, zu kompromissbereit ist er unterm Strich. Trotzdem begeistert er als toller Wagen mit herausragendem Antrieb. Wer mehr Geld hat und es sportlicher mag, greift zum M2. Ähnlich versiert, aber noch stärker und vor allem seltener ist der AC Schnitzer ACL2S. Ihn prügelt man nicht über den Ring, auch wenn er das Zeug dazu hätte. Er legt im Vergleich zum M240i in jeder Hinsicht noch eine Schippe drauf, ist wertvoll, selten aber saumäßig teuer. Am besten stellt man ihn in die Garage und erfreut sich daran, einer von 30 Glücklichen zu sein. Das ist dann auch am beruhigendsten.

 


Moderation der Heidelberg Historic 2017


ADAC Sportfahrerehrung 2017

Moderation / Impressionen


Pressemappe für Tobias Dauenhauer 2016/2017


ADAC Kart Masters: Zweiter Titel in Folge für Tobias Dauenhauer

· Wechselhaftes Finale im Pro Kart Raceland Wackersdorf

· Titelverteidigung mit 30 Punkten Vorsprung geglückt

 

Tobias Dauenhauer gibt weiterhin Vollgas. Nach dem Gesamtsieg beim Rennen des ADAC Kart Cup Anfang September reiste der hessische Motorsport-Profi am vergangenen Wochenende zum Showdown der ADAC Kart Masters erneut ins oberpfälzische Prokart Raceland. Bereits 2015 holte sich der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport und des ADAC Hessen Thueringen genau dort den ersten Titel in der Klasse der X30 Senioren. Ein Jahr später hat sich das Märchen von Wackersdorf wiederholt ...

 

Petrus schien am Samstag jedoch nicht ganz so glücklich gestimmt und öffnete die Himmelspforten. Die regnerischen Qualifikationsläufe (Heats) konnten Dauenhauer jedoch nicht davon abhalten, auf Angriff zu fahren. Mit Resultat aus dem Qualifying startete der Mörlenbacher jeweils von Rang fünf in die Sprintrennen, arbeitete sich sukzessive nach vorne und fuhr auf die Plätze zwei und drei. Unter Berücksichtigung der Gaststarter wurde Dauenhauer als schnellster Meisterschaftsfahrer gewertet und sicherte sich zur Belohnung die ersten zehn Punkte für den Titel 2016: „Damit hatte ich die perfekten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Saisonfinale geschaffen und die Weichen für die Titelverteidigung gestellt“, resümiert der AK-Racing-Pilot nach dem Wochenende.

 

„Das erste Rennen am Sonntag Morgen war gar nicht so einfach. Durch das unbeständige Wetter wurde schon die Reifenwahl zum Poker. Wir entschieden uns wie die meisten Piloten für Regenreifen und haben alles richtig gemacht“, erinnert sich der Kartfahrer. Das Ergebnis der Heats (inkl. Gasstarter) bedeutete Startposition drei für das erste Rennen. Nach chaotischem Startgetümmel und dem Verlust zweier Plätze entspannte die Situation schnell wieder und der junge Motorsportler ging zum Angriff über. Er holte sich die verlorenen Positionen wieder zurück und konnte sich als Teil der Spitzengruppe vom Hauptfeld absetzen. Nach 18 Runden kam er schließlich als Dritter ins Ziel und wurde nachträglich durch die Disqualifikation eines Kontrahenten als Zweiter gewertet.

 

Das Finale schien zunächst im Trockenen stattzufinden, weshalb die Wahl des gesamten Starterfeldes auf Slicks fiel. Von Startplatz zwei hatte Dauenhauer eine gute Ausgangsposition, um den Spitzenreiter umgehend zu attackieren. Schon nach wenigen Metern schnappte sich der Intrepid-Pilot die Führung und machte Boden gut. Doch dann schwenkte das Wetter erneut um: Aus leichtem Nieselregen wurde bis Ende des Rennens ein handfester Schauer. Das erforderte viel Feingefühl der Fahrer und kam Dauenhauer entgegen. Der Odenwälder konnte sich mit den absolut schnellsten Rundenbestzeiten einen passablen Vorsprung erarbeiten, der bis zum Schwenk der Zielflagge über 3,3 Sekunden betrug. „Es wurde immer rutschiger, aber ich hatte mich so weit abgesetzt, dass ich etwas Gas wegnehmen und den Sieg kontrolliert nach Hause fahren konnte“, erklärt der Mörlenbacher.

 

Die Sache war geritzt. Mit den erfolgreichen Heats und den Finalläufen sicherte sich der Hesse weitere 55 Punkte für die Meisterschaftswertung. Damit war das Vorhaben Titelverteidigung in trockenen Tüchern und Dauenhauer zum zweiten Mal in Folge Meister bei den X30 Senioren der ADAC Kart Masters.

 

„Von Anfang an stand für mich die Titelverteidigung auf dem Plan – und jetzt bin ich überglücklich, dass wir es geschafft haben! Es ist lange her, dass jemand die Masters zwei Mal in Folge gewonnen hat. Danke an das Team von AK-Racing, Mechaniker Dominik Mayer sowie Dischner Motorsport. Außerdem möchten ich meine Eltern und allen Partner für die Unterstützung danken!“, so der frischgebackene Meister.

 

Für Dauenhauer ist die Kartsaison noch nicht vorbei. Anfang Oktober könnte schon der nächste Titel folgen, denn dann wird er als souveräner Führender beim Finale des ADAC Kart Cups an den Start gehen. Auch die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Le Mans ist Mitte nächsten Monat geplant.

 

www.tobias-dauenhauer.de


Moderation Heidelberg Historic 2016

Impressionen


ADAC TCR Weekend Oschersleben 2016


ADAC Kart Cup: Dauenhauer führt Siegesreihe fort

  • Doppelsieg auf dem Hunsrückring
  • Absolute Bestzeit in allen Läufen
  • Perfekte Vorbereitung für die Kart Masters in Ampfing

Der Kartprofi Tobias Dauenhauer hat erneut zugeschlagen. Nach der Maximalpunkzahl im Auftaktrennen der ADAC Kart Masters, Deutschlands stärkster Kartrennserie, und dem ersten Platz beim Großen Preis von Bopfingen, folgte am vergangenen Wochenende der nächste Triumph: der Doppelsieg beim ADAC Kart Cup im bayerischen Ampfing – damit hat der Hesse den Saisonauftakt perfektioniert und der Konkurrenz deutlich zu verstehen gegeben: „Ich bin in Topform!“

 

Schon im Zeittraining zeigte der ADAC Stiftung Sport-Pilot, was bei sommerlichen Temperaturen möglich war. Mit der schnellsten Zeit des Feldes (44,715 sek.) fuhr er bereits vor den Finalrennen allen davon und sicherte sich die Pole Position – und das bei über 30 Konkurrenten.

 

Auch im Halbfinalrennen stellte der AK Racing-Pilot sein Können eindrucksvoll unter Beweis. Der Start verlief gut, Dauenhauer konnte sofort Speed aufnehmen und seine Pole Position in die Führung ummünzen. Dabei erwies er sich gegenüber der starken Konkurrenz als äußerst schlagfertig und fuhr eine konstant saubere Linie. Ergebnis: Mit über 3,6 Sekunden Vorsprung brachte der 18-Jährige den ersten Sieg des Wochenendes nach Hause und sicherte sich zugleich die ersten 25 Punkte für das Meisterschaftskonto.

 

Das Finale verlief nicht weniger erfreulich. Resultierend aus dem Sieg im ersten Wertungslauf durfte der amtierende Kart Masters-Meister (X30 Senioren) auch im Finale von Position eins ins Rennen starten. Während des Rennens schien Dauenhauer sprichwörtlich den „Extra-Turbo“ zu zünden und legte in Sachen Rundenzeit noch eine Schippe drauf. Das beeindruckende Ergebnis: Wieder Schnellster (44,354 sek.) und schließlich der Sieg mit fast acht Sekunden Vorsprung.

 

„Mehr geht nicht. In jedem Lauf hatte ich die schnellste Rundenzeit und außerdem bekam ich die volle Punktzahl für beide Rennsiege. Ich bin überglücklich und freue mich, dass die Saison so gut verläuft. Wir haben auf Anhieb das richtige Setup für mein Kart gefunden und ich fühle mich sehr wohl damit“, so Dauenhauer nach der Siegerehrung. „Ich denke, ich habe mich perfekt für nächste Woche vorbereitet“, schiebt er hinterher und verweist auf das kommende Rennen der ADAC Kart Masters. Hier gilt es den Titel in der X30 Senioren zu verteidigen und an das erfolgreiche erste Rennwochenende anzuknüpfen, bei dem er mit 60 Zählern eindrucksvoll die Maximalpunktzahl einfuhr.

 

Mehr Informationen unter www.tobias-dauenhauer.de

 


Rotax Max Challenge Belgien 2016



Neue Pläne für die Saison 2016

Tobias Dauenhauer bleibt Förderpilot des ADAC / Einsatz im Tourenwagensport wird konkreter          

                 

Besser hätte das neue Jahr für Tobias Dauenhauer gar nicht anfangen können. Die guten Nachrichten: Der weitere Verbleib als Förderpilot in der ADAC Stiftung Sport und beim ADAC Hessen-Thüringen. Somit zählt der Mörlenbacher auch weiterhin zu Deutschlands besten Nachwuchsrennfahrern: „Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich sehr, weiterhin diese Plattform nutzen und mein Netzwerk ausbauen zu können.“

 

Unter dem Motto „Wer als Motorsportler sein Arbeitsgerät gut kennt, der hat einen großen Vorteil“ nahm der amtierende Kart Masters-Meister zum Auftakt der Saison an einem Seminar der Stiftung Sport teil. Dabei hieß es Schulbank drücken: Im Fokus stand das Thema Fahrwerksabstimmung. Hierfür reiste Dauenhauer zum Motorsport-Experten „ZF Race Engineering“. Dort bekam der 18-Jährige einen zweitägigen Workshop und erhielt Einblicke in die Expertise von Dämpfern und Kupplungen.

 

„Ich plane den erneuten Einsatz bei den Kart Masters, um meinen Titel vom letzten Jahr zu verteidigen. Außerdem werde ich wieder am ADAC Kart Cup teilnehmen und bei der diesjährigen X30-Weltmeisterschaft im französischen Le Mans am Start sein“, teilte uns der Odenwälder auf Anfrage der Redaktion mit. Damit ist ein weiterer Einsatz im Team „AK Racing“ weitestgehend unter Dach und Fach, hieß es weiter.

 

Das Kapitel „Kart“ bleibt somit aktuell. Trotzdem wird der bereits seit letztem Jahr geplante Einsatz im Tourenwagensport immer konkreter. Einsatzort, Fahrzeug oder Team seien noch geheim, mindestens drei Rennen mit einem Procar-Fahrzeug sollen aber als Vorbereitung für den Komplettwechsel auf Automobil-Rundstreckensport im Jahr 2017 dienen. Sogar erste Tests auf dem Hockenheimring seien zu Beginn des Jahres „sehr vielversprechend“ verlaufen, wie uns der Veranstalter mitteilte. Dauenhauer gab uns zu verstehen: „Bevor wir uns einen Nachteil verschaffen, können wir erst sehr kurzfristig mit finalen Plänen an die Öffentlichkeit gehen“.

 

Eines ist jedoch sicher: Das erste Rennen findet vom 6. bis 8. Mai auf dem Hunsrückring in Hahn statt. Dort wird der Hesse im Rahmen der ADAC Kart Masters sein erstes Saisonrennen bestreiten. Aktuelle Infos gibt es auch auf Facebook.de unter „Tobias Dauenhauer“.

 


Dauenhauer neuer Förderpilot der ADAC Stiftung Sport

Einstieg in die Tourenwagenserie ADAC TCR Germany 2016 geplant

 

2015 war die bis dato erfolgreichste Saison für den 18-Jährigen Kartprofi Tobias Dauenhauer. Der Mörlenbacher holte sich nicht nur den Titel in der ADAC Kart Masters, der teilnehmerstärksten Kartrennserie Deutschlands, sondern entschied auch den ADAC Kart Cup für sich.

 

Dieser Erfolg war die Eintrittskarte zur ADAC Stiftung Sport, dem Förderprogramm für talentierte Nachwuchsmotorsportler des zweitgrößten Automobilclubs der Welt. Das wurde Ende November auf der Essen Motorshow offiziell bekannt gegeben. Dauenhauer konnte nicht nur Ralf Schumacher und Hans Joachim Stuck, ebenfalls Mitglieder der Stiftung, von sich überzeugen sondern wurde vom gesamten Stiftungsrat zu einem der 32 talentiertesten Nachwuchsmotorsportler 2016 gewählt. Der Vorsitzende der ADAC Stiftung Sport, Dr. Erhard Oehm, zeigte sich sichtlich zufrieden: „Wir sind uns sicher, erneut eine gute Auswahl an Talenten getroffen zu haben".  

 

Auch der Youngster war nach der Präsentation überglücklich: „Ich freue mich sehr, von den Möglichkeiten dieses tollen Förderprogrammes profitieren zu können. Einer von nur 32 Piloten in diesem Jahr zu sein, die so unterstützt werden, ist etwas ganz Besonderes! Danke an den Stiftungsrat, ich werde mein Bestes geben!“

In der kommenden Saison 2016 wird Dauenhauer aller Voraussicht nach Neuland betreten, denn er plant den Einsatz in der neu gegründeten Tourenwagenserie ADAC TCR Germany. Somit würde er nach einigen Formel-Testrunden seinen Einstieg in den Automobilrennsport feiern. Die ersten Testläufe sind für die kommenden Wochen bereits geplant: „Zwar stecken wir noch mitten in den Verhandlungen, aber ich kann es kaum abwarten, in einem der neuen Fahrzeuge zu sitzen. Das wird ein Meilenstein in meiner Rennfahrer-Karriere!“

 

Als Förderpilot der gemeinnützigen Stiftung reiht sich der Hesse in eine Reihe weltbekannter Rennfahrer ein: Darunter befinden sich u. a. der neue DTM-Champion Pascal Wehrlein und sein Vorgänger Marco Wittmann. Auch wurden der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel oder Le-Mans-Sieger Nico Hülkenberg von der ADAC Stiftung Sport begleitet. Schwerpunkt der Förderung werden fahrzeugspezifische Themen, der Umgang mit Medien, Mentaltraining, Ernährungsplanung sowie Trainings- und Karriereplanung sein.

 

www.tobias-dauenhauer.de

 


ADAC Kart Masters: Tobias Dauenhauer holt sich den Titel

Tagessieg beim Finale  – ADAC-Förderpilot macht die Saison perfekt

 

Der Mörlenbacher Kartprofi Tobias Dauenhauer hat das geschafft, wovon viele Nachwuchs-Motorsportler träumen. Beim Abschlussrennen der ADAC Kart Masters im bayerischen Wackersdorf am vergangenen Wochenende gelang es dem Hessen sich gegen 42 Fahrer in der teilnehmerstärksten Klasse, den X30 Senioren, durchzusetzen und mit dem Tagessieg die Meisterschaft für sich zu entscheiden.

 

Dabei lief zu Beginn der Saison nicht alles perfekt: Setup-Probleme am Chassis machten dem 17-Jährigen zu schaffen. Erst das Halbzeitrennen in Oschersleben Ende Juni brach das Eis. Endlich hatte man die richtige Einstellung gefunden – Ergebnis damals: Tagessieg und erstmals die Führung in der Meisterschaft. Dauenhauer erinnert sich: „Nachdem ich nicht optimal in die Saison gestartet war, konnte ich ab Oschersleben so richtig Gas geben. Der Fehler war gefunden und ich konnte meinen Rückstand wieder gut machen.  Auch das letzte Rennen in Kerpen lief gut für mich. Jetzt heißt es heute für mich: Nerven behalten und das Ding nach Hause fahren!“

 

Gesagt, getan. Bereits in den Heats (Qualifikationsläufen) schien alles in die richtige Richtung zu laufen. Resultierend aus den vorherigen Zeittrainings, startete Dauenhauer von Position drei in das erste Sprintrennen. Hier konnte er nach mehreren Positionswechseln bis zum Schwenk der Zielflagge Position eins für sich behaupten. Im zweiten Heat startete er ebenfalls von Rang drei, konnte aber nach Erlöschen der roten Ampel unmittelbar auf Rang  zwei vorfahren und Boden auf den Führenden gut machen. Ein Angriff im letzten Renndrittel war allerdings nicht mehr drin, denn die Rückholfeder des Vergasers schien gerissen zu sein. Dadurch hing das Kart auch im Bremsbereich weiter am Gas, was es Dauenhauer erschwerte, am Führenden dran zu bleiben. Er wurde zweiter.

 

Mit Rang zwei nach der Heat-Wertung (Startposition für das Halbfinalrennen) waren die ersten Weichen für den Erfolg gestellt. Im Halbfinalrennen kam der Intrepid-Pilot gut vom Start weg, musste aber den Führenden im Startgetümmel ziehen lassen. Mit fünf Kontrahenten im Nacken fuhr Dauenhauer Kampflinie und verteidigte erfolgreich Platz zwei.

 

Somit startete er auch im Finalrennen von der zweiten Startposition. Trotz schlechterer Seite gewann er knapp den Start und übernahm die Führung des Feldes. Hinter ihm ging es derweil heiß her: Wie an einer Perlenkette aufgereiht übten über 10 Kontrahenten permanent Druck auf Dauenhauer aus. Er hielt Stand und schaffte es, sich gegen Mitte des 18-ründigen Rennes freizufahren. Mit über 1,5 Sekunden siegte er im Finale – und holte sich im Photo-Finish den hart umkämpften Meistertitel 2015 in der X30 Senioren.

 

„Toll ist natürlich, wenn man als Meister auch noch das letzte Rennen der Saison gewonnen hat und Erster in der Tageswertung wird – einfach nur perfekt! Klar gab es zu Beginn dieser Saison noch ein paar Probleme. Diese konnten wir aber noch rechtzeitig aus der Welt schaffen. Jetzt ist mein Glück perfekt, mit Streichergebnis liege ich 24 Zähler vor meinem direkten Verfolger. Mein Team trägt einen großen Anteil daran, dass es dieses Jahr so gut lief. Der Support seitens AK Racing mit Peter Wendel und Stefan Mack war hervorragend, der Motor war richtig toll. Auch Dominik Mayer hat seinem Namen alle Ehre gemacht, denn er hat stets das Beste aus unserem Material herausgeholt. Ich bin überglücklich!“, strahlt Tobias Dauenhauer nach der Siegerehrung.

 

Auch Vater Günther Dauenhauer zeigt sich mächtig stolz: „Das ist natürlich ein toller Moment. Die ganze Arbeit der vergangenen Monate hat sich gelohnt. Tobias hat tolle Arbeit geleistet, er war immer fokussiert auf das Wesentliche und ist mit Köpfchen gefahren. Nachdem wir in den letzten Jahren oft Pech gehabt haben, haben wir uns diesen längst überfälligen Titel wirklich verdient.“

 

Trotz Meistertitel gibt Dauenhauer weiter Gas. So startet er in den nächsten Wochen nicht nur beim Kart Cup in Oschersleben oder dem ADAC Kart Bundesendlauf in Bopfingen. Auch bei der IAME X30 Weltmeisterschaft in Le Mans wird sich Dauenhauer erneut mit der nationalen sowie internationalen Konkurrenz messen. Auf die Nachfrage, ob nächstes Jahr ein Einstieg in den Automobilsport geplant sei, bekam unsere Redaktion bisweilen keine Antwort. Man darf also gespannt sein, wohin die Reise für das Nachwuchstalent gehen wird.  

 

www.tobias-dauenhauer.de

 


Moderation 90er Wochenende für Radio sunshine live 

Fotos: Radio sunshine live - www.sunshine-live.de

 


Die Ingenieure von morgen

veröffentlicht in der "TUNING" Ausgabe 5/2015

Wir waren zu Gast beim Karlsruher Formula Student-Team „KA-RaceIng“ und haben die Studenten einen Tag lang bei Ihrer Arbeit begleitet. Ein Blick hinter die Kulissen eines ebenso spannenden wie professionellen Hochschulprojektes.

 

Es ist 13 Uhr am Mittag. Die Sonne hat mit rund 30 Grad ihren Höhepunkt erreicht. Dennoch bleibt am Campus Ost des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) keine Zeit für eine Abkühlung. In zwei Garagen mit der Aufschrift „KA-RaceIng“ geht es hektisch zu. Rund 20 junge Leute stehen dicht gedrängt um zwei Fahrzeuge, die aussehen wie Formel 1-Boliden. Direkt neben einem der beiden Fahrzeuge steht jemand, der seinen Laptop an das eine Fahrzeug anschließt. Gespannt betrachten mehrere Leute den Bildschirm des Notebooks. Hinter dem einen Fahrzeug kniet ein junger Mann, der am Motor scheinbar letzte Veränderungen vornimmt. „So dürfte es nun besser sein!“, verständigt er sich mit seinem Kollegen am Computer. Dominik Flößer hat soeben die Drosselklappe kalibriert. Er ist einer von rund 80 Studenten der Hochschulgruppe „KA-RaceIng“ des KIT, die Jahr für Jahr eigenverantwortlich zwei einzigartige Rennwagen entwickeln, fertigen und testen, um bei internationalen Wettbewerben der „Formula Student“ anzutreten. Dominik studiert Maschinenbau, Vertiefungsrichtung Fahrzeugtechnik mit Schwerpunkt Verbrennungsmotoren und Energietechnik im 3. Mastersemester. Seit August 2014 ist er Teil des Teams, das in verschiedene Subteams unterteilt ist. So hat jeder Einzelne eine bestimmte Aufgabe rund um das Fahrzeug. Der 24-Jährige beispielsweise arbeitet im Team Motor/Prüfstand des benzingetriebenen KIT15c:„Ich bin hauptsächlich am Motorenprüfstand tätig. Dazu gehört der Motorenaufbau an sich, der Prüfstandsaufbau und die Wartung, die Applikation des Steuergerätes am Prüfstand und später auch am fertigen Fahrzeug.“ Die Leidenschaft für Autos und Motorräder hat ihn dazu gebracht genau jenen Studiengang zu studieren: „Ich habe mich schon als kleines Kind für alle möglichen Fahrzeuge und der dazugehörigen Technik interessiert. Dann war ich nach dem Abitur am Studieninformationstag der KIT, wo mir das Maschinenbau-Studium vorgestellt wurde. Schnell wusste ich, dass ich genau das studieren möchte! Mit Maschinenbau kann man so einiges machen, meine Zukunft sehe ich aber – wie viele hier – in der Automobilindustrie.“

 

Rennsport auf höchstem Niveau

 

„Ka-RaceIng“ begann 2006 als ein Projekt von rund 15 Studierenden, die technisches Fachwissen und gemeinsames Interesse am Motorsport dafür nutzen wollten, einen Rennwagen für die Formula Student zu bauen. Seitdem ist das Projekt eine anerkannte Hochschulgruppe und seit 2007 sogar als gemeinnütziger Verein eingetragen. Bereits 2010 entwickelte das Team als eines der Ersten weltweit , neben dem Verbrenner-Fahrzeug, zusätzlich noch ein Elektrofahrzeug. Bei beiden Boliden handelt es sich um komplette Eigenentwicklungen. Der diesjährige Verbrenner, KIT15c genannt, schöpft aus einem Zweizylinder-Reihenmotor samt Turbo von einem Fiat 500 68 kW, umgerechnet rund 92 PS – und das auf ein Gewicht von nur rund 200 Kilogramm. Die elektrisch angetriebene Variante, KIT15e, besitzt vier Elektromotoren an jedem Rad, deren Leistung insgesamt per Reglement auf 80 kW begrenzt ist. „Ohnehin geht es hinsichtlich der Rennen nicht um die Endgeschwindigkeit, sondern um die Beschleunigung“, erklärt Dominik. Das Besondere bei der Entwicklung der beiden Fahrzeuge ist die komplette Eigenentwicklung in Zusammenarbeit mit Industriepartnern wie AMG oder Tesla. Durch ein ultraleichtes Kohlefaser-Chassis, welches ebenfalls von den Studenten selbst konstruiert und gebaut wird,  erhalten die Rennwagen ihr geringes Gewicht. Bei der Konzeptentwicklung achten die Studierenden besonders auf die Berücksichtigung neuer Ideen oder Innovativen Lösungen, um die Performance jedes Jahr aufs Neue steigern zu können. Ein Beispiel beim Elektromodell wäre das sogenannte Torque-Vectoring-System, das es erlaubt, die Leistung der jeweiligen Elektromotoren an jedem Rad der Fahrweise und dem Untergrund anzupassen. Dadurch sind höhere Kurvengeschwindigkeiten als beim Verbrenner-Modell möglich. „Es wird Entwicklung und Rennsport auf höchstem Niveau betrieben.  Die Formula Student steht der Formel 1 in fast nichts nach“, erklärt uns Dominik. Finanziert wird die Arbeit des Teams übrigens ausschließlich durch Sponsoring und Spenden. Insbesondere die anfallenden Kosten für Werkzeuge und Material könnten ohne die Hilfe von Sponsoren nicht gedeckt werden. So helfen regionale, aber auch international bekannte Firmen wie AMG beim Motorenbau des Verbrenners oder Tesla bei der Entwicklung des Elektromodells.

 

 

International erfolgreich

 

Ziel der Hochschulgruppe „KA RaceIng“ ist es, angehenden Ingenieuren es zu ermöglichen, das theoretische Wissen schon während des Studiums in ein Team einzubringen und praktisch umsetzen zu können. Im Laufe dieser Arbeit werden nicht nur im Studium erlernte Fähigkeiten angewandt und vertieft, sondern auch wichtige Soft-Skills wie u. a. Teamgeist vermittelt. Ein Konzept, das aufgeht: Viele Podiumsplätze wie etwa Platz zwei in der Gesamtwertung der Formula Student in Spanien, Platz drei in der Weltrangliste oder die erstmalige Teilnahme in China sind nur einige der Erfolge, die bisher auf das Konto der Studenten gehen. Somit dürfen sich die Karlsruher zu den internationalen Topteams zählen. Auch in diesem Jahr wird es wieder spannend, denn neben dem wichtigsten Wettbewerb der Saison, dem Heimrennen auf dem Hockenheimring Ende Juli, werden sie sich auch international in Barcelona (Spanien) und Györ (Ungarn) mit anderen Studenten-Teams der Welt messen. Dominik und seine Kollegen haben dabei immer ein Ziel vor Augen: „Jeder bei uns ist motorsportbegeistert, was alle hier zu Höchstleistungen antreibt. Wir möchten bei allen Events erfolgreich sein und im besten Falle natürlich gewinnen!“ Das erste Rennen der Saison fand bereits vom 9. bis 12. Juli in Silverstone statt – leider lagen uns bis Redaktionsschluss noch keine Ergebnisse vor. Unter www.formulastudent.com können die Ergebnisse eingesehen werden.  

 

 


ADAC Kart Masters: Dauenhauer holt sich Tagessieg in Oschersleben

ADAC-Förderpilot holt sich Meisterschafts-führung in der X30 Senioren

 

Am vergangenen Wochenende startete in der etropolis Motorsportarena die dritte Veranstaltung der ADAC Kart Masters. Die Kartrennstrecke in Oschersleben gehört nicht nur zu einer der schnellsten Strecken im Rennkalender, sondern ist zugleich auch die nördlichste Station der Saison. So war der 1.018 Meter lange Hochgeschwindigkeitskurs Schauplatz zahlreicher Duelle inklusive Rangverschiebungen in der Meisterschaft. Natürlich durfte Tobias Dauenhauer  als „alter Hase“ der Kart Masters auch beim Halbzeitrennen nicht fehlen. Dieses Mal sollte es besser in Oschersleben laufen, nachdem er dort im letzten Jahr durch den Fehler eines anderen Piloten auf Rang sechs in der Meisterschaft zurückfiel. Wie in der vorherigen Saison war er auch diesmal als Drittplatzierter nach Sachsen-Anhalt  gereist – ein böses Omen?

 

 

Obwohl Dauenhauer Zweitschnellster im Zeittraining war und sich somit für die Gruppe „B“ der Heats qualifizierte, liefen der erste Qualifikationslauf alles andere als rund. Der Motor wollte bei der Ausfahrt aus dem Parc Fermé nicht anspringen, wodurch der AK Racing-Pilot seine Pole Position zunächst an den Nagel hängen musste – ärgerlich. „Was dann folgte war das reinste Gefühlschaos“, erzählte Dauenhauer. Denn während Mechaniker Dominik Mayer in diesen Minuten alle Hände voll zu tun hatte, war das Feld bereits auf der Strecke. Zum Glück gelang es Mayer aber in kürzester Zeit den Motor erneut zum Laufen zu bringen, sodass Dauenhauer doch noch am Heat teilnehmen konnte. Nachdem man gedacht hatte, dass man dem Feld nun nachfahren müssen, kam erneut wieder alles anders: Durch einen Unfall in der ersten Runde wurde der Heat abgebrochen und neu gestartet. Dadurch durfte der Mörlenbacher Kartprofi seine eigentliche Pole beim Restart wieder einnehmen. Nach der Freude folgte aber wieder die Ernüchterung: Auch beim Restart verweigerte der Motor seinen Dienst und Dauenhauer blieb wieder stehen. Diesmal hatte der 17-Jährige kein Glück, dem Feld musste er nun doch von hinten nachfahren. Was der ADAC-Förderpilot dann ablieferte, war sensationell. Von Rang 28 gelange es ihm innerhalb der 13 Runden 22 Piloten trotz harter Zweikämpfe zu überholen und als Sechster durchs Ziel zu fahren.

 

Der zweite Heat stellte sich nicht so chaotisch dar, wie der erste. Dauenhauer startete von Rang zwei in den letzten Qualifikationslauf und konnte sich gleich zu Beginn mit dem Führenden vom Verfolgerfeld lösen. Dauenhauer pushte und versuchte mehrmals die Führung zu übernehmen. Nach mehrmals geblockten Überholversuchen kamen sich beide Kontrahenten dann etwas zu nah, was eine Kollision zur Folge hatte. Dauenhauers Kart war kurz lenkunfähig und kam auf den Rasen. Diese Chance nutzten zwei Verfolger und verwiesen Dauenhauer auf Rang vier.

 

Nach chaotischen Qualifikationsläufen folgten erfolgreiche Rennen. Durch die Heats hatte sich der Hesse für die fünfte Startposition im Halbfinallauf qualifiziert. Diese konnte er problemlos in der ersten Runde in Position drei ummünzen. Kurz darauf fiel der Führende aus, was für Dauenhauer den Silber-Rang bedeutete. Dann erneut ein Zwischenfall: Durch einen heftigen Unfall musste das Rennen, wie bereits in den Heats, abgebrochen und einige Zeit darauf neu gestartet werden. Dauenhauer nutzte die Gunst der Stunde und konnte sich diesmal mithilfe des Restarts in Führung katapultieren. Er siegte mit 0,66 Sekunden Vorsprung.

 

Folglich stand Dauenhauer im Finale ganz vorne. Die Pole Position konnte er nach Erlöschen der roten Ampeln sofort in die Führung umsetzen. Diesmal ging es wesentlich enger zur Sache, denn hinter Dauenhauer hatte sich ein Pulk mit elf eng beieinanderliegenden Piloten gebildet, die ordentlich Druck machten. Zeitweise fiel Dauenhauer auf drei zurück, konnte sich aber bis zur Zieleinfahrt die zweite Position zurückholen.

 

„Wir waren sehr zufrieden mit dem Wochenende. Auch wenn die Qualifikationsläufe etwas chaotisch waren, haben wir uns mit hervorragenden Rennläufen den Tagessieg und somit die Meisterschaftsführung geschnappt. Mit dem neuen Intrepid-Material kommen wir nun sehr gut zurecht, wir sind langsam in der Lage die Performance des Materials richtig auszunutzen!“, freut sich Dauenhauer nach der Siegerehrung. Und weiter: „Vielen Dank an AK Racing für die Unterstützung und natürlich auch Dominik Mayer, der mit beherztem Schraubereinsatz  das Kart in den Heats wieder flott bekommen hat.“

 

Nächstes Wochenende startet Dauenhauer beim Kart Cup im Rahmen der WAKC, der nächste ADAC Kart Masters-Lauf findet am zweiten Augustwochenende in Kerpen statt.

 

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Moderation der Rotax Max Challenge in Wackersdorf am 10. Mai 2015



 

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Dauenhauer meistert Auftaktrennen des WAKC mit Bravour 

Trotz Grippe und Wetterkapriolen erster Erfolg mit Platz zwei in diesem Jahr

 

Kalt, regnerisch und windig war es – das Auftaktrennen des Westdeutschen ADAC Kart Cups  stand zunächst bei Ankunft in Kerpen unter keinem besonders gutem Stern: Das Wetter präsentierte sich auf dem Erftlandring von seiner ungemütlichen Seite und auch mit der Grippe hatte der 17-Jährige zu kämpfen. Nichtsdestotrotz ging der ADAC- Förderpilot an den Start und gab sein Bestes.

 

Von insgesamt 151 Startern war die Klasse der X30 Senioren sehr gut besetzt. Gegen 30 Kontrahenten musste sich der Kartprofi in zwei Rennen zu Wehr setzten. Den Grundstein für seinen Erfolg konnte er im Qualifying allerdings noch nicht legen: „Ich konnte leider nur die letzten Minuten des Zeittrainings nutzen. Was das Setup betraf haben wir sehr viel herumexperimentiert und mussten mit technischen Probleme zurecht kommen“, gab der Intrepid-Pilot zu. Dennoch hat es mit Platz 13 für eine Startposition im vorderen Mittelfeld gereicht.

 

Dass von hier aus ein Angriff auf das Podium möglich war, bewies Dauenhauer eindrucksvoll im ersten Lauf des Tages: Er profitierte von einem nahezu perfekten Start im Regen und konnte sich unmittelbar fünf Plätze auf Rang sechs verbessern. Bis zum Schluss gelang es ihm diese Position zu verteidigen, was mit 13 Punkte für die Gesamtwertung belohnt wurde. Ein gutes Ergebnis – dennoch gab es für den ADAC Hesssen/Thüringen-Pilot Grund zur Beanstandung: „Ich kam im Regen sehr gut zurecht, allerdings hatte ich das Gefühl, dass meine Konkurrenten etwas besser aus der Kurve herausbeschleunigen konnten, ich denke es wäre sogar eine noch bessere Platzierung drin gewesen.“ Im Anbetracht dieser Aussage versuchte Dominik Mayer sofort eine Lösung zu finden und wechselte vorsorglich den Motor für das zweite Rennen.

 

Das Problem schien behoben zu sein, denn Dauenhauer zeigte sich im zweiten Rennen wie befreit: Wieder kam er auf nasser Strecke gut vom Fleck und münzte seine Ausgangsposition direkt in P5 um. Auch im weiteren Verlauf schien es Dauenhauer besser zu ergehen, bis zum Schwenk der Zielflagge hatte er sich bis auf Platz zwei vorgekämpft und konnte weitere 18 Punkte auf seinem Konto verbuchen.

 

„In der Gesamtwertung liegen wir nach diesen ersten beiden Rennen auf Platz zwei. Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Wochenendes, denn Tobias trat grippegeschwächt an und hatte mit dem Kart im Regen kein leichtes Spiel. Alles in allem war das unter diesen Umständen ein sehr guter Beginn.“, erklärt Vater Günther Dauenhauer.

 

Schon am kommenden Mittwoch geht es weiter, denn dann wird Tobias Dauenhauer ins italienische Casteletto reisen, um an der FIA Kart Europameisterschaft der X30 teilzunehmen – bis dahin darf er sich noch weiter auskurieren.

 

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Mit Zuversicht in die neue Saison

Tobias Dauenhauer bleibt vorerst im Kartsport // Einsatz nur für den ADAC Hessen-Thüringen

 

Ein paar aufregende Monate liegen hinter und vor Kartprofi Tobias Dauenhauer. Ob medizinische Tests in Stuttgart, Trainingscamp des ADAC in Bad Plankenburg, die Ehrung erfolgreicher ADAC-Sportler in Fulda oder als Experte für Fragen zum Kart-/ und Motorsport auf der internationalen Kartmesse in Offenbach – Dauenhauer arbeitet unermüdlich an seiner Motorsportkarriere. Schon jetzt ist er für die neue Saison bestens gewappnet und fühlt sich „fit wie ein Turnschuh“, so seine Worte.

 

Ein Einsatz im Automobilrennsport war für das Jahr 2015 geplant, diverse Angebote lagen dem Mörlenbacher vor. Nun ist es amtlich: „Ich bleibe vorerst noch im Kartsport. Bei Verhandlungen konnte man sich leider in der Kürze der Zeit nicht auf ein passendes Gesamtpaket für den Einsatz im Autorennsport einigen“, begründetet der 17-Jährige seine Entscheidung. Dafür wird er diese Saison als Werksfahrer des italienischen Chassis-Hersteller Intrepid zum Einsatz kommen. Dafür bereitet sich Dauenhauer schon jetzt auf erneute Renneinsätze bei den ADAC Kart Masters, der Europameisterschaft im italienischen Casteletto und der Weltmeisterschaft im französischen Le Mans vor. Sporadische Einsätze beim neu geschaffenen ADAC Kart Cup und renommierten Serien wie der GTC und der Vega Trophy sind darüber hinaus ebenfalls geplant. Für den ADAC kommt die Entscheidung von Tobias über den Verbleib im Kartsport wie gerufen, da der Förderpilot des ADAC Hessen-Thüringen einer der erfolgversprechendsten Kandidaten ist. Mit Erfolgen wie dem sechsten Platz bei den ADAC Kart Masters trotz Pechsträhne im letzten Jahr, dem Vizetitel bei den Junioren-Langstreckenmeisterschaften der GTC und dem Titel bei der German Vega Trophy braucht sich der X30 Senioren-Pilot nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. Er bekam zudem die Möglichkeit, nächstes Jahr im Bereich der Schaltkarts Fuß zu fassen, allerdings zieht hat der Automobilrennsport oberste Priorität: „Auch Schaltkart fahren wäre in den nächsten Jahren eine Option für mich, allerdings wäre mein oberster Wunsch der Formel- sowie Tourenwagensport. Wir führen einige Gespräche mit namhaften Sportwagenherstellern.“

 

Für den März sind Tests geplant, der erste wichtige Einsatz findet Anfang April statt. Dann wird der ADAC-Förderpilot bei der Europameisterschaft im italienischen Casteletto starten und versuchen seinem Name alle Ehre zu machen: „Wir blicken sehr zuversichtlich auf das neue Jahr. Die EM ist das Beste, um zu sehen, wie wettbewerbsfähig man auf internationaler Ebene ist.“ Um weiterhin erfolgreich zu sein, kann Dauenhauer wieder auf seinen Mechaniker Dominik Mayer zurückgreifen, der letzte Saison mit hervorragender Arbeit glänzte. Von Teamseite her scheint alles klar zu sein, allerdings wird nicht, wie im letzten Jahr, für das Team Hemkemeyer gestartet, sondern in diesem Jahr einzig und allein für den ADAC Hessen-Thüringen: „Im Hinblick auf die zukünftigen Pläne haben wir uns entschlossen, einen anderen Weg zu gehen. Ich möchte ich mich trotzdem nochmals  beim Team Hemkemeyer für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr bedanken. Ich schaue nach vorne und freue mich schon sehr auf eine erfolgreiche Saison 2015!“

 

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Moderation des DMV Silberpokals 2014

Hunsrückring, 19.10.2014

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German Vega Trophy: Dauenhauer erneut Meister

Zwei Siege in Wackersdorf machen den Titel des ADAC-Förderpiloten perfekt

 

Wackersdorf. Der Mörlenbacher Kartprofi hat seinen Titel bei der überregionalen Kartrennserie  German Vega Trophy in der Klasse X30 Senioren verteidigt. Während die Entscheidung bei den ADAC Kart Masters noch aussteht, konnte Dauenhauer bereits beim krönenden Abschluss der Vega Trophy im oberpfälzischen Prokart-Raceland das zweite Jahr in Folge die Meisterschaft gewinnen.

 

Der Intrepid-Pilot fühlt sich auf der rund 1275 Meter langen und zugleich modernsten Kartstrecke Deutschlands sichtlich wohl. Typisch für die Oberpfalz waren wieder einmal gemischte Witterungsbedingungen, die nicht unerheblich für Dauenhauers Doppelsieg waren. So hatte der Team Hemkemeyer-Pilot in der unbeständigen Trainingsphase am Freitag und Samstag wieder mit alt bekannten Problemen zu kämpfen, die verregneten Rennläufe kamen dagegen wie gerufen.

 

„Zündaussetzer sorgten für Leistungsverlust. Zwar war das Wetter am Samstag dann trocken, leistungstechnisch war im Training eine Mitfahrt an der Spitze aber nicht ganz möglich. Vor allem auf langen Geraden war der Motor oben heraus wie gedrosselt“, berichtete Dauenhauer während der Trainingsphase.

 

Im Qualifikationslauf war die Strecke nass, aber allmählich am abtrocknen. Dementsprechend war die Strecke noch schmierig, was das Ganze nicht erleichterte. Lange lag Dauenhauer hinten, bis er gegen Ende der Qualifikation freie Fahrt bekam und doch noch vor auf den sechsten Platz fuhr – dabei trennten ihn zum Schnellsten nur 0,3 Sekunden.

 

Für die beiden Rennläufe tauschte man die gesamte Elektrik von Daunehauers Kart aus, um die Probleme, wie sie zuvor aufgetreten waren, zu beheben. Resultierend aus dem Qualifying startete Dauenhauer in der dritten Startreihe von der sechsten Startposition ins Rennen. Dieses stellte sich äußerst nass dar, starker Regen dominierte das Bild. Unter ausgeschriebenem „Wet-Race“ und Regenreifen zeigte das Intrepid-Chassis gewohnt viel Grip unter solchen Bedingungen, was einen hervorragenden Start begünstigte. Unmittelbar nach wenigen Metern in der „Haarnadel“ befand er sich schon auf dem vierten Rang und schaffte es darauffolgend auch Platz drei und vier der Konkurrenz streitig zu machen. Nun befand er sich hinter dem Führenden, den er nach langen Zweikämpfen in der achten Runde überholen und ihm schließlich wegfahren konnte.  Mit 2,7 Sekunden Vorsprung gewann der erfahrene Regenpilot somit das erste Rennen.

 

Bis zum Start des Finalrennens hatte der Starkregen nachgelassen, die Strecke war jedoch immer noch nass. Das hielt Dauenhauer wieder nicht davon ab, mit einem Glanzstart von der Pole Position erneut die Führung zu behaupten und seine Konkurrenz auf Distanz zu halten. Souverän wandelte er nach 15 Runden seine Pole Position in einen Start-Ziel Sieg um – und das mit über zehn Sekunden Vorsprung.

 

„Durch den Erfolg im ersten Rennen konnte ich die Weichen für meinen zweiten Sieg stellen. Der Starkregen ließ allmählich nach und hörte bis zum Start dann ganz auf. Ich hatte Glück, dass es noch nass war, denn ich wusste ja nicht wie sich mein Motor mit neuer Elektrik im Grenzbereich nun verhalten würde. Nichtsdestotrotz lief alles bestens für mich. Während eine Entscheidung bei den ADAC Kart Masters noch aussteht, habe ich bei der Vega Trophy mit meinem Meistertitel einen versöhnlichen Ausklang gefunden. Ich bin einfach nur happy!“, strahlte Dauenhauer nach der Siegerehrung.

 

In zwei Wochen wird Tobias Dauenhauer erneut ins oberpfälzische Wackersdorf reisen, um bei den ADAC Kart Masters nach fremdverschuldeten Ausfall noch auf das Podium zu fahren. Dauenhauer gibt sich aber zuversichtlich: „Ich werde locker drangehen und alles geben. Mein Teamchef Theo Hemkemeyer und Schrauber Dominik Mayer leisten tolle Arbeit. Auf beide konnte ich mich schon immer verlassen, wenn es um Unterstützung und die Abstimmungsarbeiten ging – den perfekten Background habe ich, deshalb bin ich bester Dinge“.

 

Nächstes Jahre dürfte es dann umso spannender werden, denn das ADAC-Fördertalent verzichtet mit seiner internationalen Kartlizenz auf die diesjährige Kart-Weltmeisterschaft in Frankreich, um erste Formel-Tests zu absolvieren. Eine Saison im Open-Wheeler-Cockpit steht für nächstes Jahr zur Debatte.  

 

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Moderation des AvD Raceweekend in Dijon (F) - 5./6.09.2014

Eine traditionsreiche Rennstrecke, spektakuläre Rennserien und Bilderbuch-Wetter. Mehr hat es am vergangenen Wochenende nicht gebraucht, um beim AvD Racweekend auf dem Circuit Dijon-Prenois, einer ehemaligen Formel1-Strecke in der französischen Burgund, Motorsport in seiner schönsten Form zu erleben.

 

Ich habe dieses Rennwochenende mit meiner Stimme begeleitet und Rennfahrer sowie Zuschauer in der Funktion als Streckensprecher und Kommentator nicht nur mit wichtigen informationen versorgt, sondern auch bestens unterhalten. Hier ein paar Eindrücke...



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