ADAC Kart Masters: Zweiter Titel in Folge für Tobias Dauenhauer

· Wechselhaftes Finale im Pro Kart Raceland Wackersdorf

· Titelverteidigung mit 30 Punkten Vorsprung geglückt

 

Tobias Dauenhauer gibt weiterhin Vollgas. Nach dem Gesamtsieg beim Rennen des ADAC Kart Cup Anfang September reiste der hessische Motorsport-Profi am vergangenen Wochenende zum Showdown der ADAC Kart Masters erneut ins oberpfälzische Prokart Raceland. Bereits 2015 holte sich der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport und des ADAC Hessen Thueringen genau dort den ersten Titel in der Klasse der X30 Senioren. Ein Jahr später hat sich das Märchen von Wackersdorf wiederholt ...

 

Petrus schien am Samstag jedoch nicht ganz so glücklich gestimmt und öffnete die Himmelspforten. Die regnerischen Qualifikationsläufe (Heats) konnten Dauenhauer jedoch nicht davon abhalten, auf Angriff zu fahren. Mit Resultat aus dem Qualifying startete der Mörlenbacher jeweils von Rang fünf in die Sprintrennen, arbeitete sich sukzessive nach vorne und fuhr auf die Plätze zwei und drei. Unter Berücksichtigung der Gaststarter wurde Dauenhauer als schnellster Meisterschaftsfahrer gewertet und sicherte sich zur Belohnung die ersten zehn Punkte für den Titel 2016: „Damit hatte ich die perfekten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Saisonfinale geschaffen und die Weichen für die Titelverteidigung gestellt“, resümiert der AK-Racing-Pilot nach dem Wochenende.

 

„Das erste Rennen am Sonntag Morgen war gar nicht so einfach. Durch das unbeständige Wetter wurde schon die Reifenwahl zum Poker. Wir entschieden uns wie die meisten Piloten für Regenreifen und haben alles richtig gemacht“, erinnert sich der Kartfahrer. Das Ergebnis der Heats (inkl. Gasstarter) bedeutete Startposition drei für das erste Rennen. Nach chaotischem Startgetümmel und dem Verlust zweier Plätze entspannte die Situation schnell wieder und der junge Motorsportler ging zum Angriff über. Er holte sich die verlorenen Positionen wieder zurück und konnte sich als Teil der Spitzengruppe vom Hauptfeld absetzen. Nach 18 Runden kam er schließlich als Dritter ins Ziel und wurde nachträglich durch die Disqualifikation eines Kontrahenten als Zweiter gewertet.

 

Das Finale schien zunächst im Trockenen stattzufinden, weshalb die Wahl des gesamten Starterfeldes auf Slicks fiel. Von Startplatz zwei hatte Dauenhauer eine gute Ausgangsposition, um den Spitzenreiter umgehend zu attackieren. Schon nach wenigen Metern schnappte sich der Intrepid-Pilot die Führung und machte Boden gut. Doch dann schwenkte das Wetter erneut um: Aus leichtem Nieselregen wurde bis Ende des Rennens ein handfester Schauer. Das erforderte viel Feingefühl der Fahrer und kam Dauenhauer entgegen. Der Odenwälder konnte sich mit den absolut schnellsten Rundenbestzeiten einen passablen Vorsprung erarbeiten, der bis zum Schwenk der Zielflagge über 3,3 Sekunden betrug. „Es wurde immer rutschiger, aber ich hatte mich so weit abgesetzt, dass ich etwas Gas wegnehmen und den Sieg kontrolliert nach Hause fahren konnte“, erklärt der Mörlenbacher.

 

Die Sache war geritzt. Mit den erfolgreichen Heats und den Finalläufen sicherte sich der Hesse weitere 55 Punkte für die Meisterschaftswertung. Damit war das Vorhaben Titelverteidigung in trockenen Tüchern und Dauenhauer zum zweiten Mal in Folge Meister bei den X30 Senioren der ADAC Kart Masters.

 

„Von Anfang an stand für mich die Titelverteidigung auf dem Plan – und jetzt bin ich überglücklich, dass wir es geschafft haben! Es ist lange her, dass jemand die Masters zwei Mal in Folge gewonnen hat. Danke an das Team von AK-Racing, Mechaniker Dominik Mayer sowie Dischner Motorsport. Außerdem möchten ich meine Eltern und allen Partner für die Unterstützung danken!“, so der frischgebackene Meister.

 

Für Dauenhauer ist die Kartsaison noch nicht vorbei. Anfang Oktober könnte schon der nächste Titel folgen, denn dann wird er als souveräner Führender beim Finale des ADAC Kart Cups an den Start gehen. Auch die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Le Mans ist Mitte nächsten Monat geplant.

 

www.tobias-dauenhauer.de